1. Filmfest Jena

Stimmen und Bilder

Ron Winkler, Mitglied der Jury:
Zu meinen persönlichen Favoriten zählte Ohne Titel von Matthias Werner. Er schien mir am kompaktesten, auch wenn ich weiß, dass er sehr schnell produziert wurde, damit er noch am Wettbewerb teilnehmen kann. Die Poesie dieses Films faszinierte mich.

Reinhard Hucke (2. v. R.)


Frank Nitschke, Festivalteilnehmer:
Es war ärgerlich, dass bei unserem Film [Sonntagsspatziergang, Anm. d. Red.] die zweite Tonspur fehlte. Der Effekt, dass Ignatz Bubis und Martin Walser sich gegenseitig ins Wort fallen, wurde daher nicht erreicht. Schade, man will ja schon gewinnen.

Martin Merl, Moderator:
Es hat mich gefreut, dass wir in ganz kurzer Zeit noch so gute Filme eingereicht bekamen. Bis dahin hatten wir ausschließlich Kurzfilme, die im Rahmen von Seminaren entstanden. Omed Saids Zwei Schatten wurde beispielsweise erst vor kurzem fertiggestellt, den ich für einen exzellenten Film halte.

Miriam, Vereinsmitglied:
Ich habe Deeper, den Gewinner, sehr hoch eingeschätzt. Er hat klasse Bilder, einen schönen Rhythmus und erzeugt eine besondere Stimmung. Die Musik hat sicherlich auch maßgeblich zu seinem Erfolg beigetragen.

Stefan Höltgen, Organisator:
Insgesamt hätte ich mir natürlich gewünscht, dass noch mehr Leute zum Festival kommen, und dass es als kulturelles Ereignis im Jenenser Saure-Gurken-Winter angenommen wird. Die zweite Veranstaltung im Schillerhof war wesentlich besser besucht als die erste, der nur etwa 20 Gäste beiwohnten. Wir hatten jedenfalls keine Überkapazität.

Katrin Peschke, Preisträgerin für Bewegte Provokation:
Der Film RATS! war wirklich gelungen, leider war er nicht beim offiziellen Wettbewerb vertreten.

Fagus Pauly, Organisator:
Die Jury hat sehr gut bewertet und die Preise wurden gerecht vergeben.

Dr. Matthias Kohring, Medienwissenschaften:
Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass es dieses Festival überhaupt gab und dass es sehr professionell organisiert war. Bewundernswert ist auch der Mut der noch jungen Filmemacher, ihre Werke einem größeren Publikum vorzustellen. So etwas ist nicht selbstverständlich. Ich hoffe jedenfalls, dass dieses Festival noch bekannter wird. Vielleicht erweitert sich dann auch der Interessentenkreis und die künstlerische Vielfalt der Filme. Ich fände es schön, wenn auch Beiträge von bereits erfahrenen Künstlern gezeigt würden. Diese könnten außerhalb des Wettbewerbes laufen und als Anregung für Filmeinsteiger dienen. Anmerken möchte ich noch, dass mir Catch Me wegen seiner spielerischen Leichtigkeit angenehm auffiel.

Katrin Peschke (2. Platz)

Annett, Zuschauerin:
Es ist gegenüber den anderen Teilnehmern ungerecht, dass ein Teilnehmer drei Filme präsentieren darf.

Nils Westerboer, Preisträger für Catch Me:
Mir gefiel das Festival deshalb schon gut, weil es von Studenten initiiert wurde und das wirklich mit Konsequenz. Ich empfand es zudem als schönes Erlebnis, den eigenen Film einmal auf großer Leinwand und mit Publikum zu sehen.

Marcel Grobe, Zuschauer:
Die Atmosphäre war traumhaft schön. Super-Moderatoren, Martin Merl möchte ich besonders hervorheben. Leider war die Auswahl der Filme zu studienintern.

Sebastian Ziegaus und Frank Nitschke

Thomas Ritter, Gewinner des Zuschauerpreises für RATS!:
Im Prinzip ging es mir nur darum, ein wenig Feedback zu bekommen. Der ideelle Preis ist wichtig, nicht der materielle.

[Interview: RH, Bilder: MW]