Editorial

Kino in [Bewegung] im Kino

Die Film- und Kinolandschaft in Jena ist seit einigen Monaten in Bewegung. Der Auszug des Film e.V. aus dem Capitol hinein in den Schillerhof und die damit verbundene Gründung des Kommunalen Kinos im September 98, die rasche Aufzucht und Eröffnung des CineStar Multiplexkinos mit acht Leinwänden, zahlreiche Studentenkinos und die Screenings des im Wintersemester 96/97 an der der FSU gegründeten Instituts für Medienwissenschaften: Dies alles hat die Anzahl der Möglichkeiten, Filme nahezu aller Genres und Epochen endlich auch in Jena sehen zu können, sprunghaft vergrößert. Was liegt da also näher, als Übersicht in den Dschungel zu bringen und eine Filmzeitschrift für Jena und Umgebung zu gründen? Diesem Gedanken erlagen wir - eine Hand voll Sudierende der Uni Jena - im November vergangenen Jahres. Eine Zeitung sollte entstehen, die eine Übersicht über laufende und anlaufende Filme gibt und nebenbei Interessantes für Filmfreunde bietet. Projekte von Jenaer Filmemachern sollten vorgestellt werden, Festivals besucht und möglichst viel, das sich um Film dreht, angesprochen werden. Das ist die Idee von frame 25. Die Informationen, die in 24 Filmbildern (Frames) pro Sekunde auf den Zuschauer eindringen sollen, in der frame 25 - sozusagen in einem 25. Bild - geordnet werden. Sicherlich ein hoher Anspruch, jedoch ein notwendiger in einer Zeit, da immer mehr Filme produziert und gesehen werden - diese zugleich immer kommerzieller werden - und sich kaum noch einer zurecht findet im Kino-, Video und Fernsehangebot. In der vorliegenden Ausgabe stehen daher die Filme im Vordergrund. Im zunächst zweimonatlichen Rhythmus versuchen wir, unserem Anspruch gerecht zu werden und den Über- und Ausblick zu bieten, der notwendig und wünschenswert erscheint. Den einen oder anderen Fauxpas, der in der Anfangsphase wahrscheinlich unvermeidbar in die Zeilen schleicht, bitten wir nachzusehen. Viel Spaß mit der ersten Ausgabe der frame 25.

Stefan Höltgen