Das 1. Jenaer Filmfest ist in der Vorbereitungsphase und soll voraussichtlich
am 13. November 1999 im Schillerhof oder im Kassablanca vonstatten gehen. Geplant
war es zunächst als eine rein interne Veranstaltung der Medienwissenschaft
Jena, doch schon nach dem ersten konspirativen Treffen stand für die Organisatoren,
bestehend aus Redakteuren der frame25 und des Fachschaftsrat der Medienwissenschaft
Jena, fest, dass nur ein alljährliches externes Event die Basis und das
Podium für Jenaer Filmproduktionen bieten kann.
Vorrangig werden Projekte zu sehen sein, die aus Seminaren über den praktischen
Umgang mit Filmtechnik und Filmästhetik aus dem Bereich Medienwissenschaft
Jena hervorgegangen bzw. aus eigener Regie heraus im Schnittraum der Humboldtstraße
entstanden sind. Eines der Hauptmotive für das Filmfest, insbesondere für
die Macher der frame25, ist selbstverständlich die Tatsache, dass den hauseigenen
Produktionen die Chance auf Öffentlichkeit gegeben wird, denn es macht
wenig Sinn über die Projekte zu schreiben, solange nur eine Handvoll Leute
diese Filme gesehen hat. Zudem sollen mit Hilfe von Sponsoren Sach- oder Geldpreise
ausgeschrieben werden, um somit einen entsprechenden Anreiz zu schaffen. Daraus
ergibt sich zwangsläufig die Hoffnung und der Anspruch für die Ausrichter,
dass das Festival die hiesige Filmszene bündelt und entsprechend motiviert
neue und anspruchsvolle Arbeiten zu produzieren. Bemüht um gleichberechtigte
Kriterien, beschränkt sich das Spektrum auf Kurzfilme aller Genres, mit
einer Laufzeit von maximal 45 Minuten. Die Filme sollten nicht älter als
2 Jahre sein und in Anbetracht der sehr kurzen Planungsphase in diesem Jahr
ein lokales Happening bleiben. Diese Beschränkung auf Jenaer Produktionen
stellt sicher einen der strittigsten Punkte dar. Der Vorwurf nach einem inzestuösen
Kriterium liegt da sicher nicht fern. Doch soll aller Voraussicht nach das 2.
Jenaer Filmfest über die Stadtgrenzen hinausgehen und zumindest auf die
Landesgrenzen Thüringens ausgedehnt werden. Der Einsendeschluss ist der
1. November. Zentraler Anlaufpunkt ist die Mediathek in der Humboldtstraße
34, wobei sich dieser Ende September mit dem Umzug in die Krautgasse verlagert.
Eine noch zu bestimmend Jury wird die im Programm laufenden Arbeiten begutachten
und den oder die Gewinner ermitteln. Über die Preise kann noch nichts Genaues
mitgeteilt werden, da hierfür die Verhandlungen noch laufen. Im Rahmenprogramm
werden Filme zu sehen sein, die aus den oben genannten Kriterien herausfallen,
also Arbeiten, die die Maximallänge überschreiten. Eine oder zwei
Bands werden selbstverständlich im Anschluss spielen, um das Filmfest abzurunden.
Alle aktuellen Infos zu dem 1. Jenaer Filmfest können auf der neu eingerichteten
Homepage http://www.f-lm.de/frame25 abgerufen werden. Hier werden
alle noch nicht feststehenden Termine, Preise, Programmverläufe etc. veröffentlicht.
Verbunden mit der großen Hoffnung, dass mit der nächsten Ausgabe
im Dezember, eine Rezension bzw. ein ausführlicher Bericht über das
dann stattgefundene Fest erscheint.
[TR]