Ich weiß, ich weiß ...

... noch immer, was du letzten Sommer getan hast. Eines gleich vorweg - die Bezeichnung "Horrorfilm" verdient dieser Film eigentlich nicht. Liebhaber dieses Genres sollten sich genug Nahrung mit ins Kino nehmen, denn selbst, wenn der böse Mann mit seinem äußerst schrecklichen Haken die Leinwand betritt, bekommt man das Gefühl, die langweilige Handlung mit Schmatzgeräuschen übertönen zu müssen. Handlung ist eines der Dinge, die man hier im wahrsten Sinne des Wortes vermisst. Wie schon im ersten Teil, ist eine nervige Jennifer Love Hewitt - wer sie aus "Party of Five" kennt, wird den Film vielleicht gleich schmähen - auf der Flucht vor ihrer dunklen Vergangenheit. Der Jahrestag der letzten Blutschlacht, die nur sie und ihr Freund überlebt haben, rückt näher. Ihre Mitbewohnerin gewinnt überraschend eine Reise für vier Personen auf die Bahamas und die will sich eigentlich keiner entgehen lassen. Nur ihr Freund, durch einen pubertären Streit eingeschnappt, weiß nicht so recht, ob nicht Arbeit besser als Urlaub ist. Eigentlich hat er nicht ganz Unrecht, denn als die vier auf der Insel ankommen, ist dort die Saison schon beendet und noch höchstens zehn Menschen dort. So nimmt das "Grauen" seinen Lauf. Zum Schluss noch so viel: Das einzig Spannende, oder eher "andersartige" (das hier potentiellen Besuchern von "Ich weiß noch immer .." nicht verraten werden soll) sind die letzten fünf Minuten des Films. Ein drittes Sequel kommt bestimmt ...

Ich weiß noch immer,was du letzten Sommer getan hast 
 (I Still Know What You Did Last Summer, US 1998) 
 Regie: Danny Cannon, 
 Kamera: Vernon Layton, 
 Buch: Trey Callaway; 
 Darst.: Jennifer Love Hewitt, Freddie Prinze jr., Muse Watson, u.a. 
 Länge: 100 Min., Verleih: Columbia TriStar 

[JF]


© by frame 25, 1998 - 2001