Auf immer und Ewig

Kronprinz Henry (Dougray Scott) von Frankreich soll auf väterlichen Geheiß eine Zweckehe mit der spanischen Prinzessin eingehen. Doch er ist auf der Suche nach der wahren Liebe und lernt dabei die junge Danielle (Drew Barrymore) kennen. Diese wird von ihrer bösen Siefmutter Rodmilla (Anjelica Huston) und deren verwöhnten Töchtern (Megan Dodds und Melanie Lynskey) wie eine Dienstmagd behandelt. Die Stiefmutter plant die Ehe einer ihrer Töchter mit dem Prinzen und sinnt auf ein prunkvolles Leben am königlichen Hof. Als der Prinz sich in Danielle verliebt, unternimmt sie alles, um ein Zusammenkommen der beiden zu verhindern. Der Film behandelt in einer völlig neuen Variation die ewige Aschenputtel-Story der Gebrüder Grimm, denen im Film eine kleine "Nebenrolle" in einer Rahmenhandlung zugedacht wird. Zweifellos profitiert der Film von der Schauspielkunst der Hauptdarsteller, in erster Linie einer selbstbewussten und nahezu dreisten Drew Barrymore, die Aschenputtel in einem ungewohnten Licht erscheinen lässt. Eine prächtige, spätmittelalterliche Kulisse, aufwendige und detailgetreue Kostüme und Accessoires geben der Handlung zudem einen überzeugenden optischen Hintergrund. An einzelnen Stellen ließen Regie und Drehbuch allerdings allzu deutlich erkennen, dass die Handlung auf einen gebührliche Länge gestreckt werden musste. Gleichwohl ist der Film ein zu empfehlendes Märchen für Jung und Alt.

 

Auf immer und ewig
 (Ever After - A Cinderella Story, US 1998) 
 Regie: Andy Tennant. 
 Kamera: Andrew Dunn. 
 Darsteller: Drew Barrymore, Anjelica Huston, Dougray Scott, Jeanne Moreau, Richard O'Brien u. a. 
 121 Min, Verleih: Twentieth Century Fox 

[JH]


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